SAP ERP

ERP steht für Enterprise-Resource-Planning, womit alle geschäftsrelevanten Bereiche eines Unternehmens im Zusammenhang betrachtet werden können. SAP ERP ist das Hauptprodukt des Unternehmens SAP SE.

Die aktuelle Version ist SAP ECC 6.0 Enhancement Package 8. ECC steht für ERP Central Component oder auch "Enterprise Core Component".

SAP ECC erlaubt die EDV-gestützte Abwicklung einer Vielzahl der Aufgaben, die in einem typischen Wirtschaftsunternehmen anfallen. Der modulare Aufbau entspricht der in vielen Unternehmen üblichen Organisationsstruktur. Die Module sind jedoch nicht vollständig unabhängig, sondern ihre Funktionen sind im Sinne einer technischen Integration eng miteinander verzahnt und die Inbetriebnahme eines Moduls hat stets auch Auswirkungen in anderen Modulen.

Nach ECC-Systematik sind dabei den drei von ECC unterstützten betriebswirtschaftlichen Anwendungsbereichen Rechnungswesen (SAP ERP Financials), Logistik (SAP ERP Operations) sowie Personalwirtschaft (SAP ERP Human Capital Management) jeweils „Module“ zugeordnet, die mit einem eindeutigen Kürzel bezeichnet werden. Nachfolgend sollen nur einige der Wichtigsten mit Schwerpunkt auf der Logistik genannt werden:

 

SAP ERP Financials

 

FI: Finanzwesen (englisch Financial Accounting) Rechnungswesen

CO: Controlling (Kostenrechnung)

 

SAP ERP Operations

  •  MM: Materialwirtschaft (englisch Materials Management) mit Einkauf, Bestandsführung, Rechnungsprüfung, Inventur, Bewertung, Leistungsabwicklung, Materialstamm
  • PP: Produktionsplanung und -steuerung (englisch Production Planning and Control), darunter Bedarfsplanung MRP II; ergänzt ggf. durch das Zusatzprodukt Advanced Planner & Optimizer (APO)
  • PM: Instandhaltung (englisch Plant Maintenance), darunter Inspektion, Wartung, Instandsetzung, gemäß DIN 31051
  • SD: Vertrieb (englisch Sales and Distribution) mit Auftragsverwaltung, Versand und Transport, Fakturierung, Kreditmanagement, Außenhandel/Zoll
  • LE: Lagerverwaltung, Versand und Transport (englisch Logistics Execution)
  • EHS: Umweltmanagement, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit (englisch Environment, Health & Safety)
  • CS: Kundendienst (englisch Customer Service)
  • QM: Qualitätsmanagement (englisch Quality Management)
  • LO: Logistik Allgemein (englisch Logistics - General)
  • PLM: Product-Lifecycle-Management
  • PS: Projektsystem (englisch Project System)
  • AB: Agenturgeschäft (S/4HANA: Abrechnungsmanagement) (englisch Agency Business (Settlement Management))
  • WM: Lagerverwaltung (englisch Warehouse Management)
  • TM: Transport Management (englisch Transportation Management)
  • EWM: Lagerverwaltung (englisch Extended Warehouse Management)

 

sowie sieben verschiedene Module im Bereich Human Capital Management.

 

Mit dem aktuellen „Enhancement Package 8“ (EHP 8) stellte SAP bereits die Weichen für die Transformation seiner ERP-Systeme hin zur S/4 HANA-Plattform. Für SAP-Kunden, die eines der klassischen ERP-Systeme verwenden, ist das Jahr 2025 entscheidend. Dann endet der Support für die früheren Systeme. Das heißt: Ab 2025 unterstützt SAP nur noch ERP-Lösungen, die mit SAP S/4HANA verbunden sind. Sicherheitsupdates und neue Funktionen werden dann für frühere ERP-Systeme nicht mehr ausgerollt.

 

alphachain führt keine klassischen SAP ERP Implementierungen durch, unterstützt Sie aber bei der Entwicklung eines integrierten SCM-Planungsprozesses unter Einsatz von SAP IBP oder APO bei gleichzeitiger Ausnutzung der klassischen Logistikkomponenten wie MM, PP und SD. Darüber hinaus entwickeln wir Strategien, wie eine bestehender SCM-Planungsprozess mit SAP ECC und IBP oder APO auf den nächsten Level gehoben und zu S/4 HANA migriert werden kann. 

 

Mehr dazu erfahren Sie in unserem IBP-ERP-Blog unter "SCM mit SAP ERP".


SCM mit SAP ERP und IBP

SAP Integrated Business Planning (IBP) ist ein seit 2015 in Funktionsangebot und Kundenzahl stetig wachsendes Produkt und bearbeitet die Themen Demand Planning (Absatzplan), Sales & Operations Planning (Netzwerkplanung) sowie Inventory Optimization (Bestandsoptimierung). 

Gleichzeitig gibt es die integrierte Materialbedarfsplanung im SAP ERP Kern (SAP ECC oder SAP S/4 HANA), ein seit den 80er Jahren stabiler, reifer Prozess, der aber zunehmend an seine Grenzen kommt.

 

Herausforderungen an einen SCM Planungsprozess betreffen beide Produkte:

  • Globale SCM-Prozesse haben sich im Zeitraum 1990 bis 2020 radikal geändert und können im SAP ERP nicht wirklich geplant oder simuliert werden
  • Die anstehende Umstellung auf S/4 ändert nicht nur die Funktionen dieses Prozesses im Detail, die Prozesse selbst ändern sich durch die Integration von Teilen des SAP APO und der zunehmenden Funktionsfülle von SAP IBP
  • SAP HANA ist nicht nur eine neue und schnellere Datenbank, neue Analysetools bieten in allen Schritten des ERP Planungsprozesses bessere und zeitnähere Analysemöglichkeiten
  • Cloud-Lösungen verlangen nach neuen Schnittstellenkonzepten, die über die bekannten EDI-Lösungen hinausgehen

Im Ergebnis: Die Konversion von SAP ECC zu SAP S/4 HANA und die parallele Ablösung von SAP APO durch SAP IBP in einigen Kernfunktionen ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern ist geradezu eine Aufforderung den gesamten SCM Planungsprozess integrativ neu zu gestalten. 

IBP-ERP-Blog

Eine Serie von Blog-Beiträgen soll einen integrierten Planungsprozesses unter Einbeziehung von ERP-System und SAP IBP beschreiben und Anregungen geben, was und wie in der Integration von SAP S/4 oder SAP ECC mit SAP IBP verbessert werden kann und wie die Gesamtaufgabe Erneuerung des Planungsprozesses in überschaubare und sinnvolle Teilaufgaben, bzw. Teilprojekte gegliedert werden kann. Im Fokus steht hier der ERP-Prozess und wie Teilprozesse durch Integration von IBP dahin ausgelagert werden und sich im ERP-System auswirken.

In der Artikelserie geht im Wesentlichen um nachfolgend dargestellten ERP-Prozess:

 

Überblick Planungsprozess in SAP ERP (ECC oder S/4 HANA)
Überblick Planungsprozess in SAP ERP (ECC oder S/4 HANA)

Die dargestellte Prozesskette ist eine vereinfachte Darstellung der Funktionen in SAP ECC, bzw. SAP S/4 HANA.

Lesen Sie im ersten Artikel der Serie mehr zu den einzelnen Prozessschritten und deren besondere Schwachstellen im ERP. Die darauf folgenden Artikel untersuchen im Detail entlang des gesamten ERP-Planungsprozesses Schritt für Schritt die Ansätze, wie durch Integration ausgewählter Prozesse in SAP IBP diese Situation iterativ zu verbessern ist.

 

#001 - Der SCM-Planungsprozess im SAP ERP und dessen Schwachpunkte (Überblick)

Die dargestellte Prozesskette ist eine vereinfachte Darstellung der Funktionen in SAP ECC bzw. SAP S/4 HANA. Sie veranschaulicht die Komplexität der täglich zu lösenden Aufgaben, die hohen Ansprüche an die Integration der Daten beginnend mit den Kundenbedarfen sowie die hohen Ansprüche an Fachwissen und Prozesskenntnisse der Beteiligten. Im Folgendem werden die einzelnen Prozessschritte mit ihren besonderen Problempunkten im SAP ERP besprochen. 

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#002 - Business Case zum integrierten Planungsansatz

Materialien und Zeiträume für die Planung in IBP bestimmen

Der Business Case zur Einführung von SAP IBP ist komplex wie bei jedem anderen umfangreichen Softwareprojekt auch. In diesem Beitrag wird kein Template zur Erstellung eines Business Case geliefert. Es sollen stattdessen zwei Aspekte herausgearbeitet werden, die in einem SCM-Planungsprozess und damit auch in einem dafür gedachten Business Case von zentraler Bedeutung sind: Die Auswahl der planbaren und lohnenden Produkte und die Betrachtung des Planungszeitraums in ERP und IBP, um sinnlose Doppelarbeit und inkonsistente Daten zu vermeiden und den Scope eines Business Case und des Projekts präzise zu definieren.

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#003 - Der Kundenbedarf als Start des Planungsprozesses und seine Bedeutung für den Servicelevel aus planerischer Sicht

Der Kundenbedarf aus planerischer Sicht. Dabei geht es im Wesentlichen um folgende drei Fragen:

Welche Planstrategie wird einem Kundenbedarf zugeordnet, was mache ich eigentlich mit diesem Bedarf im Planungsprozess?

Wie kann der Kundenbedarf (Menge und Termin) bestätigt werden bzw. welche Möglichkeiten der Verfügbarkeitsprüfung hat man?

Was ist eigentlich der Zusammenhang zwischen Planungsstrategie, Verfügbarkeitsprüfung und Servicelevel?

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